Plötzlicher Kindstod – Rauchen und Alkohol gefährden Babys

Viele Fälle des Plötzlichen Kindstods vermeidbar

Plötzlicher Kindstod Rauchen
Bild von Niek Verlaan auf Pixabay

Plötzlicher Kindstod, das ist die wohl größte Angst junger Eltern. Als werdende Eltern verspürt man ein vorher in so hohem Maß nie da gewesenes Verantwortungsgefühl und es kommen völlig neue Ängste auf. Ein besonderer Albtraum ist das Phänomen vom Plötzlichen Kindstod. Gerade noch putzmunter, schläft das Kind einfach ein und wacht nicht mehr auf. Eine schlimme Vorstellung, die für einige Eltern jedes Jahr Realität wird. Auch wenn man nicht alle Risikofaktoren vermeiden kann – einiges sollte man zur Vorbeugung beachten.

Plötzlicher Kindstod – Daten und Fakten

Der plötzliche Kindstod beziehungsweise der plötzliche Säuglingstod wird von Medizinern auch als Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) bezeichnet. Darunter verstehen wir das unerwartete, plötzliche Versterben eines Säuglings vor seinem 365. Lebenstag, die meisten Fälle treten jedoch bereits innerhalb der ersten sechs Monate auf. Trotz Untersuchungen kann die Todesursache in der Regel gar nicht oder nur uneindeutig geklärt werden. Zumindest war davon bislang meist die Rede, wenn SIDS definiert werden sollte. Die Wissenschaft entdeckt bei den einzelnen Fällen jedoch immer häufiger einflussnehmende Faktoren, die durchaus verhindert werden könnten. Dazu gleich mehr.

Wie sehen die Fakten und Zahlen also aus?

Meist versterben die Kinder in der Nacht und Jungs sind häufiger betroffen als Mädchen. Aktuell versterben nur circa 0,2% von 1000 Kindern in Deutschland. SIDS ist damit selten und betrifft in Deutschland pro Jahr etwa 130 Babys (in einem Jahrgang von 670 000 Babys). Doch jedes einzelne Schicksal vom Plötzlichen Kindstod ist traurig und zurück bleibt eine fassungslose Familie.

Man unterscheidet in der Medizin zwei Faktoren. Die genetische Veranlagung können die Eltern nicht beeinflussen, doch es gibt auch vermeidbare Auslöser:

  • Schlafen in Bauch- oder Seitenlage
  • Schlafen im Familienbett oder außerhalb des elterlichen Schlafzimmers
  • Überwärmung des Säuglings
  • Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft oder eines Elternteils in der Umgebung des Säuglings
  • Drogen- und Alkoholkonsum der Eltern

Die meisten Ursachen haben die Gemeinsamkeit, die Sauerstoffaufnahme des Kindes zu stören, wodurch der Atemreflex aussetzen kann. Dazu gehört vor allem der Faktor Rauchgewohnheiten der Eltern.

Rauchfrei leben kann Risiko stark minimieren

Rauchen in der Schwangerschaft verdoppelt das Risiko für den Plötzlichen Kindstod und das schon bei einer Zigarette pro Tag. US-Forscher haben herausgefunden, dass Nikotin schwere Schäden im Baby-Körper anrichtet, da die Funktion von Nervenzellen nachhaltig beschädigt werden kann. Die Berechnungen der Forscher besagen, dass sich die Raten an

Plötzlichem Kindstod um 22 Prozent verringern könnten, wenn alle Schwangeren mit dem Rauchen aufhören würden!

Laut der Studie sind E-Zigaretten dabei keine Ausnahme.

So gefährlich kann Alkoholkonsum der Eltern sein

Ein weiteres gefährliches Genussmittel: Alkohol. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnt davor, Kinder mit ins Familienbett zu nehmen, wenn die Eltern Alkohol getrunken haben oder womöglich unter Drogeneinfluss stehen. Mütter und Väter schlafen dann besonders fest und merken nicht, wenn sie ihrem Kind den Platz nehmen oder sich sogar auf das Baby rollen.

Für viele Menschen ist die Erfahrung des Elternseins die schönste Erfahrung in ihrem Leben. Auf einige Dinge zu achten und zu verzichten, sollte also keine all zu große Hürde sein. Für uns und unsere Kleinsten.

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