Pucksack für Neugeborene – eine empfehlenswerte Alternative zum Schlafsack?

Pucken mit dem SwaddleMe

Puck-Mich-Säcke von Ergobaby Pucksack für Neugeborene SwaddleMe
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Pucken ist das feste Einwickeln eines Babys in ein Tuch oder eine spezielle Puckhilfe. Früher puckte man mit langen Stoffbändern. Zahlreiche Naturvölker wenden diese Methode bereits seit Jahrhunderten an. Hierzulande hat man das Wickeln erst vor relativ kurzer Zeit wiederentdeckt und jungen Eltern wieder nahegebracht. Tatsächlich kann es durchaus Sinn machen, einen Pucksack für Neugeborene zu nutzen.

Welche Vorteile hat das Pucken für mein Baby?

Das durch das Pucken vermittelte Gefühl, fest von etwas umgeben zu sein, erinnert das Neugeborene an die Geborgenheit im Mutterleib. So hilfst du ihm also dabei, in seiner neuen Welt voller unbekannter Sinneseindrücke leichter zur Ruhe zu kommen. In der Tat befürworten zahlreiche Hebammen diese Methode. Vor allem bei so genannten Schreibabys oder sehr unruhigen Kindern, die sich oft scheinbar durch ihr eigenes Strampeln am Einschlafen hindern, kann das Pucken eine große Hilfe für gestresste Eltern sein.

Wie puckt man überhaupt?

Mit einer speziellen Wickeltechnik wickelst du den Körper deines Babys fest ein. So bleibt das Kind in der Ruheposition und das ein- und durchschlafen kann erleichtert werden. Wenn du dich nicht so gern mit komplizierten Wickeltechniken befassen möchtest oder Sorge hast, dein Baby könnte sich wieder freistrampeln, findest du zahlreiche Puckhilfen im Handel. Ein bekannter Pucksack für Neugeborene ist SwaddleMe. Dabei handelt es sich um einen Pucksack, der ganz einfach mit Klettverschlüssen fixiert wird. Hergestellt ist er aus hautfreundlicher Baumwolle. Der SwaddleMe ist sogar in der Autoschale verwendbar.

Viele Hebammen empfehlen, einen Pucksack für Neugeborene bei unruhigen Kindern zum Schlafen zu verwenden. Also auch über Nacht, als Alternative zum Baby Schlafsack. Generell warnen Kinderärzte davor, Säuglingen zum Schlafen eine Bettdecke zu geben. Diese birgt die Gefahr, dass das Baby im Schlaf darunterrutscht, wodurch das Risiko für den plötzlichen Kindstod steigt. Das Pucken verlängert nachweislich bei Säuglingen die Dauer des Schlafes und reduziert bei Schreibabys die Schreizeiten.

Gibt es auch Nachteile oder Gefahren?

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Einige Psychologen und Kinderärzte warnen vor zu häufigem und zu starkem Pucken. Sie befürchten negative Folgen, wenn Babys zu oft in ihrer natürlichen Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Durch zu enges Wickeln könnten Nerven eingeklemmt, Hüftprobleme verursacht, die Atmung beeinträchtigt oder eine Überhitzung des Körpers herbeigeführt werden. Manche Ärzte sehen die beruhigende Wirkung des Puckens gar nicht im Einwickeln selbst, sondern befürchten, dass das Baby irgendwann erschöpft aufgibt, weil es sich nicht mehr bewegen kann. Auch der für Säuglinge so wichtige Haut- und Körperkontakt wird ihrer Meinung nach durch häufiges Pucken verringert.

Pucksack für Neugeborene – Pucken statt Schlafsack Baby

Wenn du dich dafür entscheidest, dein Baby zu pucken, informiere dich zuvor gut. Achte darauf, dass du nicht zu oft und nicht zu fest puckst. Du wirst als Mutter schnell ein gutes Gefühl dafür entwickeln, ob das Pucken deinem Baby gut tut.

Eine generelle Alternative zum Schlafsack ist der Pucksack möglicherweise nicht. Sicher aber eine sinnvolle Ergänzung, wenn dein Baby besonders unruhig schläft oder sehr viel schreit und du ihm helfen möchtest, sich zu beruhigen. Um sicher zu gehen, das Pucken nicht falsch zu machen, empfiehlt sich die Anschaffung eines speziellen Pucksacks für das Neugeborene wie etwa den bereits genannten SwaddleMe Pucksack. Den SwaddleMe kann man eigentlich nicht falsch anlegen, er ist nicht zu dick und es gibt den Pucksack in vielen schönen Designs zu kaufen. Eine Alternative wäre vielleicht auch der Puck-Mich-Sack der Marke Ergobaby.