Sichere Schlafumgebung für das Baby

So schläft das Baby sicher und bequem

Baby Bettausstattung Die sichere Schlafumgebung für das Baby
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In diesem Artikel möchten wir uns der sicheren Schlafumgebung für das Baby widmen: Babys schlafen je nach Alter unterschiedlich lang, aber gerade in den ersten Monaten sind 15 bis 18 Stunden innerhalb einer Zeitspanne von 24 Stunden völlig normal. Nach den ersten Wochen, in denen der Schlafrhythmus eng mit der Fütterung des Babys verknüpft ist, nimmt die Dauer der Schlafintervalle in den folgenden Monaten zu.

Für die Kleinen sind diese langen Schlafphasen wichtig, da innerhalb dieser nicht nur die Regeneration, sondern auch die mentale und körperliche Entwicklung stattfindet. Gerade im Rahmen der Erforschung des plötzlichen Kindstods, der meistens während der Schlafphase der Kinder auftritt, werden Aspekte ermittelt, die den Schlaf des Kindes verbessern und sicherer machen sollen. Essenziell für einen gesunden Schlaf ist eine sichere Schlafumgebung, die gerade für Babys von 0 bis 12 Monaten besonders bedeutsam ist.

Frische Luft und genügend Raum fürs Baby

Da Passivrauchen besonders im Verdacht steht, ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod zu sein, sollte die gesamte Wohnung, in der das Kind lebt, rauchfrei gehalten werden. Mindestens aber das Schlafzimmer des Babys. Am besten ist es natürlich, das Rauchen bereits vor Ankunft des Babys gänzlich aufzugeben. Schließlich sollten nicht nur Schwangere auf das Rauchen verzichten, sondern sich auch von rauchenden Partner fernhalten. Zudem erfüllt man ja auch nach der Geburt des Kindes eine Vorbildfunktion. Und sicher möchtest du, dass dein Kind rauchfrei und gesund aufwachsen kann. Bedenke in dieser Hinsicht auch, dass Kinder von rauchenden Müttern nach aktuellen Expertenmeinungen häufiger vom Plötzlichen Kindstod betroffen sind, als Babys noch Nichtraucherinnen.

Neben der rauchfreien Umgebung gibt es aber noch weitere Punkte, die wichtig für den sicheren Babyschlaf sind. Die optimale Schlaftemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Ist es aufgrund gegebener Umstände nicht möglich, das Schlafzimmer so kühl zu halten, sollte entsprechend der tatsächlichen Raumtemperatur ein passender Schlafsack ausgewählt werden, damit das Baby nicht überhitzt. Am idealsten soll zudem ein eigenes Bett für das Kind im Schlafzimmer der Eltern sein.

Für die ersten Wochen ist bei ausreichender Größe eine Wiege oder ein Stubenwagen eine gute Schlafstelle, vorausgesetzt eine optimale Luftzirkulation kann gewährleistet und die Gefahr der Rückatmung und Überwärmung so verhindert werden. Verzichte daher auf das Anbringen von Himmel und Nestchen an der Wiege oder dem Stubenwagen. Danach empfiehlt sich ein Babybett – ebenfalls ohne Nestchen und Himmel. Handelt es sich um ein Gitterbettchen, sollte der Abstand zwischen den Elementen eine Breite zwischen 4,5 Zentimetern und 6,5 Zentimetern betragen, damit weder die Gefahr des Hinausrutschens oder des Einklemmens von Körperteilen besteht.

Sicher gebettet zum entspannten Schlaf

Da der Organismus des Babys besonders empfindlich ist, sollten alle Materialien – also sowohl die des Bettes als auch der Matratze und des Schlafsacks aus schadstofffreien Werkstoffen gefertigt sein. Stoffe sollten hautsympathisch und angenehm weich sein. Speichelfeste Textilien und schadstofffreie Farben sind ein Muss.

Matratzen mit einem sogenannten Trittrahmen, einem besonders festen Rand, verhindern, dass sich das Baby bei größerer Aktivität zwischen dem Bettrahmen und der Schlafunterlage einklemmen kann. Moderne Matratzen sind häufig mit Luftkanälen gearbeitet, die eine Überhitzung des Kindes und die Gefahr der Rückatmung vermindern. Solche Matratzen bietet zum Beispiel die Marke Alvi an.

Freie Luftzirkulation dank leerem Bett und Babyschlafsack

Neben der Gefahr der Überwärmung besteht gerade bei kleinen und aktiven Kindern auch die Gefahr der Überdeckung. Daher sollte das Bettchen nicht mit weichen Unterlagen, Kopfkissen, Fellen oder Nestchen ausgestattet werden. Diese können nicht nur zu einer Rückatmung oder Überwärmung führen, sondern auch verrutschen und dann eine freie Luftzirkulation beeinträchtigen. Aus dem gleichen Grund wird statt der Zuhilfenahme einer Decke zum Anziehen eines passenden Babyschlafsacks geraten. Dieser ist dank Hals- und Armöffnungen fest mit dem Körper des Kindes verbunden und kann so weder abgestrampelt werden, noch verrutschen und das Kind überdecken. So ist ein sicherer Schlaf gewährleistet.

Sicherer Babyschlaf – nochmals zusammengefasst:

  • Babyschlafzimmer gut durchlüftet und absolut rauchfrei halten
  • Ideale Schlafzimmertemperatur liegt zwischen 16° und 18° C
  • Während der ersten 12 Monate soll das Kind idealerweise im eigenen Gitterbettchen im Elternschlafzimmer übernachten
  • Unbedingt auf Nestchen, Betthimmel, Kuscheltiere und Decken im Bett verzichten
  • Lasse alle Wärmequellen im Bett (Heizdecken, Wärmflaschen, Lammfelle, etc.) im Babybett weg
  • Achte auf eine Matratze, die optimal ins Babybett passt
  • Hochwertige Babymöbel anschaffen, die Sicherheitsstandards erfüllen
  • Auf schadstofffreie Materialien achten
  • Verzichte auf keinen Fall auf den Kauf geeigneter Babyschlafsäcke und lasse dein Baby ausschließlich in einem Schlafsack schlafen

Wenn du diese Punkte beachtest, bettest du dein Baby besonders sicher und tust einiges dafür, dein Kind vor dem plötzlichen Kindstod zu bewahren.